
Kaum scheint etwas die Sonne und man kann endlich im Freien sitzen, schon sind sie da und machen Mensch und Tier verrückt, die Wespen.
Viele Menschen haben vor den kleinen gelbschwarze Insekten eine solche Angst, dass sie in ihrer vermeintlichen Not die Feuerwehr rufen, um die lästigen Plagegeister los zu werden.
Wespen sind aber ein nützlicher Bestandteil in der Fauna und Flora und nur selten eine wirkliche Gefahr! Daher haben wir Ihnen einige nützliche Informationen über die Wespe zusammengestellt.
Es sind bei uns mehrere Hummelarten und acht Arten staatenbildende Wespen heimisch, darunter auch die vergleichsweise selten gewordene Hornisse. Zum Gleichgewicht des Naturhaushaltes tragen die Hummeln als Blütenbestäuber, die Wespen als Räuber von Pflanzenschädlingen und "Restebeseitiger" von faulem Obst bei. Hummel und Hornisse zählen zu den besonders geschützten Arten nach § 20f Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG): "Es ist strafbar, ihnen [...] nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören." Wespen sind nach § 20d BNatSchG allgemein geschützt. Sie dürfen ohne vernünftigen Grund nicht beunruhigt, gefangen oder getötet werden.
In einem Umkreis von drei bis vier Metern um das Nest herrscht eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft der Insekten. Sie können diesen Bereich betreten, sollten sich dabei aber so vorsichtig bewegen, als beobachten Sie ein Vogelnest.
Folgende Störungen sind zu vermeiden:
Außerhalb des Nestbereiches sind die Tiere weit weniger aggressiv.
Bei der Beobachtung der folgenden Hinweise lassen sich Stiche weitestgehend vermeiden:
Stiche von Hornissen, Wespen, Hummeln und Bienen unterscheiden sich in der Wirkung kaum voneinander: Sie sind zwar schmerzhaft, bei Menschen ohne Allergien in der Regel aber ungefährlich und bedürfen keiner besonderen Therapie. Kalte Umschläge oder Eisbeutel lindern den Schmerz.
Bei Stichen in Mund oder Hals jedoch wegen möglicher Erstickungsgefahr sofort ärztliche Hilfe rufen!
Notrufnummer: 112Bei bekannter Allergie sollten Sie sich vor Beginn der Flugsaison individuell von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten lassen.
Wespen werden daher von der Feuerwehr nur entfernt, wenn sie Gefahr für Leib und Leben darstellen, d.h. im Normalfall wird die Feuerwehr nur aktiv, wenn sich ein Wespennest in Wohnungen von Allergikern und Kleinkindern befindet.
Das Entfernen von Wespennestern ist kostenpflichtig. Es stellt eine Technische Hilfeleistung dar und wird damit gemäß der Gebührenordnung der Gemeinde Magstadt abgerechnet.